04.10.2021  |  Aktuelles  |  TSV Bayer Dormagen Handball GmbH

Wiesel lagen gegen Rimpar immer vorne

Zweiter Sieg im zweiten Heimspiel: 654 Zuschauer sahen den 27:24 (13:9)-Start-Ziel-Erfolg der Wiesel gegen die Wölfe der DJK Rimpar, die ihre Bissigkeit vor allem Mitte der zweiten Halbzeit unter Beweis stellten. Da kamen sie bis auf 18:17 heran, doch der TSV verschaffte sich gleich wieder den Vorsprung mit drei und dann auch vier Toren, der mit einer bis zum Schluss kämpferischen Einstellung verteidigt wurde. Jetzt wartet eine besondere Herausforderung auf das Team von Dusko Bilanovic: Am kommenden Dienstag, 5. Oktober, geht es im TSV Bayer Sportcenter ab 19.30 Uhr gegen den amtierenden Cupsieger TBV Lemgo-Lippe um den Einzug in die 3. Runde des DHB-Pokals (Tickets online).

Mit einer Gedenkminute für den Anfang der Woche verstorbenen Rolf Starke, ein ausgewiesener Freund des Dormagener Handballs, begann die Partie des 4. Spieltags. Die Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden des Bürger-Schützen-Vereins wollte der TSV mit einem Sieg unterstreichen, der Kapitän ging voran: Patrick Hüter erzielte die ersten drei Treffer innerhalb von fünf Minuten, Lennart Leitz erhöhte per Siebenmeter auf 4:0. Zum ersten Gästetor gratulierten die Gäste sich in der 9. Minute nach dem verwandelten Strafwurf durch Rimpars besten Werfer Patrick Schmidt.

Bis zur Pause blieb die Führung der Gastgeber nahezu konstant. „Wir bekamen den Rückraum der Dormagener nicht in den Griff und vorne scheiterten wir zu oft an uns selbst“, fasste der neue DJK-Coach Julian Thomann später die Gründe zusammen. Die wiederum bewegliche und gut postierte TSV-Abwehr war freilich auch nur schwer zu überwinden. „Wir haben wieder eine super Abwehr hingestellt“, sagte Linksaußen Tim Mast. Rimpar scheiterte mehrfach am TSV-Block, zudem wurden Bälle gerade auch von Mast clever abgefangen. So hatte Martin Juzbasic in der ersten Hälfte gar nicht mal so viel zu tun. Julian Sauer hatte er bereits entnervt: Der Rechtsaußen bekam den Ball bei vier Würfen nur einmal am TSV-Schlussmann vorbei.

Mit einem coolen Auftritt machte Youngster Sören Steinhaus besonders auf sich aufmerksam: Der 17-Jährige war kaum im Spiel, als sein Abschluss am Pfosten landete. Es folgte ein feines Anspiel zu Aron Seesing, der nur auf Kosten eines Strafwurfs zu stoppen war, den Rückkehrer Jan Reimer in die Maschen setzte. Und dann ging Steinhaus durch Rimpars Abwehrreihe und machte das umjubelte 13:8. Fast wäre dem TSV auch noch die Sechs-Tore-Führung gelungen, aber Andreas Wieser im Wölfe-Kasten wehrte nach dem klugen Kempa-Anspiel zu Ian Hüter ab – Schmidt ließ das 13:9 kurz vor Ende der 30 Minute folgen.

Nach dem Seitenwechsel kam Andre Meuser immer besser ins Spiel: Der Linkshänder erzielte fünf seiner sieben Treffer in der zweiten Hälfte und erlebte auch ein spezielles Zusammenspiel mit Patrick Hüter: Der griff sich zunächst den von Wieser abgewehrten Ball, dann auch Meusers Pfostenkracher und brachte den TSV nach 45 Minuten wieder in die Spur. Denn relativ geräuschlos war Rimpar zuvor bis auf 18:17 herangekommen. Als der Kapitän auch noch die uneigennützige Weitergabe von Aron Seesing zu seinem sechsten Treffer verwertete, war mit dem 22:18 der alte Abstand wieder hergestellt. Eine echte Gefahr stellte auch die doppelte Unterzahl nicht dar, als Seesing und Mast zweiminütige Zwangspausen einlegen mussten, denn hinten stand ja noch Juzbasic, der einige Male hervorragend parierte.

Spätestens beim 25:21 durch Reimers sechsten Wurf von der Siebenmeterlinie in der 55. Minute war klar, dass Rimpar das Spiel nicht mehr drehen würde. Dabei blieb der 20-Jährige nervenstark, nachdem zuvor Rimpars eingewechselter Torwart Marino Mallwitz den Ball abgewehrt hatte. „Wir haben aufgrund unserer personellen Situation ein schweres Spiel erwartet“, erklärte Dusko Bilanovic. „Dabei mussten wir wieder etwas mit der Aufstellung basteln.“ Zufrieden konnte auch Handball-Geschäftsführer Björn Barthel sein: Er war am Tag zuvor 44 Jahre alt geworden und hatte sich zwei Punkte von den Wieseln gewünscht.

Statistik
TSV Bayer Dormagen – DJK Rimpar Wölfe 27:24 (13:9)
Dormagen: Juzbasic (8 Paraden), Simonsen (n.e.); Meuser (7), Leitz (1/1), Eugler (n.e.), Biernacki (1), I. Hüter (4), Reimer (5/5), P. Hüter (6), Johannmeyer (n.e.), Sterba, Seesing, Steinhaus (1), Mast (2).
Rimpar: Wieser (7 P.), Mallwitz (bei 2 7m und ab 48., 4 P.); Jaeger (1), Schömig (4), Böhm, Karle (2), Neagu, Schmidt (7/3), Kaufmann, Dürr (n.e.), Dayan (1), Kovacic (4), Brielmeier (3), Sauer (1), Merk (1).
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: 654.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 6/8:3/4 (Leitz scheitert an Wieser, Reimer an Mallwitz – Schömig wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 4:0 (8.), 4:1 (9.), 6:2 (13.), 10:7 (23.), 12:7 (28.), 13:9 – 14:12, 17:13, 18:15 (42.), 18:17 (43.), 20:17 (45.), 22:18, 25:21 (55.), 27:24.

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